China

 

 China, Reise- und Länderinformationen

Die nachstehenden Angaben dienen der raschen Orientierung, welche Vorschriften und Gesundheitsvorsorgemaßnahmen für eine geplante Reise nach China zu beachten sind.

Klima
Im Süden subtropisch bis tropisches Monsunklima (Sommermonsun) mit hohen Temperaturen (durchschn. Januar-Temperatur in Kanton 13,5° C, Juli-Temperatur 29° C); im Osten warm gemäßigt mit nach Norden hin zunehmend kalten Wintern; im Landesinnern Steppen- und Wüstenklima mit extremen Temperaturgegensätzen; in Tibet trockenkaltes Gebirgsklima; durchschn. Juli-Temperatur in Peking 26° C, durchschn. Januar-Temperatur -4,7° C.

Einreise- und Impfvorschriften
Bei Direktflug aus Europa: keine Impfungen vorgeschrieben
Bei einem vorherigen Zwischenaufenthalt (innerhalb der letzten 6 Tage vor Einreise) in einem der aufgeführten Länder (Gelbfieber-Endemiegebiete) wird bei Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt.

Gelbfieber-Impfbescheinigung erforderlich bei Einreise aus:

Angola · Äquatorialguinea · Äthiopien · Benin · Bolivien · Brasilien · Burkina Faso · Burundi · Ecuador · Elfenbeinküste · Franz. Guayana · Gabun · Gambia · Ghana  Guinea · Guinea-Bissau · Guyana · Kamerun · Kenia · Kolumbien ·  Ruanda · Sambia · SaoTom & Principe · Senegal · Sierra Leone · Somalia · Sudan · Suriname · Tanzania · Togo · Tschad · Uganda · Venezuela · Zentralafrikanische Republik·

Empfohlener Impfschutz
Generell: Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A, Polio

Je nach Reisestil und Aufenthaltsbedingungen im Lande außerdem zu erwägen

Impfschutz

Bedingung 1

Bedingung 2

Bedingung 3

Typhus

x

 


Hepatitis B ( b )

X



Tollwut ( c )

X



Jap. Enzephalitis (d)

X



 

(b) bei Langzeitaufenthalten und engerem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung

(c) bei vorhersehbarem Umgang mit Tieren

(d) bei besonderen Aufenthaltsbedingungen in bestimmten ländlichen Gebieten. Impfstoff in Deutschland nicht zugelassen. Beschaffung über Apotheken mit entsprechenden Erfahrungen.

 

Bedingung 1:
Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- oder Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimische Bevölkerung wahrscheinlich.

Bedingung 2:
Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)

Bedingung 3:
Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)

Wichtiger Hinweis: Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden. Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen.

Malaria
Risiko:

- nördlich 33° N: Juli - November;
- zwischen 33° und 25° N: Mai - Dezember;
- südlich 25° N: ganzjährig

Gebiete unter 1500 m:

- hohes Risiko mit Anteilen von P. falciparum, teilw. multiresistent, im Süden in den Provinzen Hainan und tiefer liegenden Gebieten von Yunnan;
- mittleres Risiko fast ausschließlich P. vivax, vorw. südlich des Yangtse herdförmig in den Provinzen: Fujian, Guangdong, Guangxi, Guizhou, Sichuan, Xizang (nur Zangbo-Tal im SO);
- geringes Risiko ausschließlich P. vivax, vorw. südlich des Huang He, herdförmig in den Provinzen: Anhui, Hubei, Hunan, Jiangsu, Jianxi, Shangdong; sehr geringes Risiko im N von Hongkong außerhalb des Stadtgebietes; 
- kein Risiko in den übrigen (nördlichen) Landesteilen und in den Großstädten

Vorbeugung:
Ein konsequenter Mückenschutz in den Abend- und Nachtstunden verringert das Malariarisiko erheblich (Expositionsprophylaxe).

Die wichtigsten Maßnahmen sind:
- In der Dämmerung und nachts Aufenthalt in mückengeschützten Räumen (Räume mit Aircondition, Mücken fliegen nicht vom Warmen ins Kalte)
- Beim Aufenthalt im Freien in Malariagebieten abends und nachts weitgehend körperbedeckende Kleidung (lange Ärmel, lange Hosen).
- Anwendung von insektenabwehrenden Mitteln an unbedeckten Hautstellen (Wade, Handgelenke, Nacken).
- Wirkungsdauer ca. 2-4 Std. Im Wohnbereich Anwendung von insektenabtötenden Mitteln in Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen.
- Schlafen unter dem Moskitonetz (vor allem in Hochrisikogebieten)

Ergänzend ist die Einnahme von Anti-Malaria-Medikamenten (Chemoprophylaxe) zu empfehlen. Zu Art und Dauer der Chemoprophylaxe fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bzw. informieren Sie sich in einer qualifizierten reisemedizinischen Beratungsstelle (s.unten). Malariamittel sind verschreibungspflichtig.

Ratschläge, Hinweise und Reiseapotheke
Vergessen Sie nicht, eine kleinere oder größere Reiseapotheke mitzunehmen (wenigstens Medikamente gegen Durchfall, Fieber und Schmerzen sowie Verbandstoff, Pflaster und Wunddesinfektion), damit Sie für kleinere Notfälle gerüstet sind.

Nicht vergessen: Medikamente, die der Reisende ständig einnehmen muss!

Wenn Sie spezielle Fragen zur Reiseapotheke haben, wenden Sie sich am besten an eine Apotheke mit reisemedizinisch qualifizierten Mitarbeitern.

- DARMINFEKTIONEN: Risiko für DURCHFALLERKRANKUNGEN landesweit. CHOLERA wird vereinzelt aus Hongkong gemeldet, aus anderen Landesteilen liegen keine Daten vor. Nahrungs- und Trinkwasserhygiene beachten!
- RED TIDE: Im Rahmen einer Dürreperiode hat sich im Bereich des Pearl River (Guangdong) eine Algenpest mit Ausbreitungstendenz auf die Südküste entwickelt, die zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Örtliche Warnhinweise beachten, ggf. auf Verzehr von Meerestieren verzichten.
- HIV/AIDS: Hohe Fallzahlen besonders in der Drogenszene im S des Landes und in den Städten. Reisende müssen bei Ankunft oft eine Karte ausfüllen, in der nach AIDS gefragt wird. Ggf. kann Einreise verweigert werden.
- Tollwut: Moderne Gewebekultur-Impfstoffe und homologes Immunglobulin im Land schwer erhältlich. Im Bedarfsfall an deutsche Vertretung (Vertrauensarzt) wenden. Bei vorhersehbarem Risiko prophylaktische Impfung vor Reise empfohlen.
- Gesundheitserklärung: Ausländer müssen bei Einreise eine Gesundheitserklärung ausfüllen, in der speziell nach HIV-Infektion gefragt wird. Bei Infektion kann die Einreise verweigert werden bzw. Ausweisung erfolgen. Gesundheitszeugnis/HIV-Test: Ausländer, die länger als 1 Jahr im Land bleiben, müssen bei der Einreise einen HIV-Test vorweisen (vorzugsweise durch ein WHO Collaborating Laboratory erstellt) oder sich einem HIV-Test innerhalb von 30 Tagen nach Ankunft im Land unterziehen. Darüber hinaus kann ein ausführliches Gesundheitszeugnis mit Röntgenaufnahme des Thorax, EKG und Laborbefunden, insbesondere HIV-/Syphilis-Test (Originale mitführen!), verlangt werden. Das Zeugnis muss ggf. in englisch und chinesisch aufgemacht, mit einem Lichtbild versehen, amtlich beglaubigt und von der chinesischen Botschaft legalisiert sein. Abweichungen von dieser Regelung sind jederzeit möglich.

Botschaften
Für Deutschland zuständige Vertretung:
Botschaft:
Märkisches Ufer 54,
10179 Berlin
Tel.: 030 - 27 58 8 0
Fax: 030 - 27 58 82 21


Deutsche Vertretung:
17 Dong Zhi Men Wai Da Jie,
Chaoyang District,
Peking 100600
Tel.: 0086 10 - 65 32 21 61
Fax: 0086 10 - 65 32 53 36

(Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland)

Versicherungsschutz
Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen. Die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport in die BRD können nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden, da diese Kosten von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht erstattet werden.

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