Myanmar (Burma, Birma)

 

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 Myanmar ( ehemals Burma ), Reise- und Länderinformationen
Die nachstehenden Angaben dienen der raschen Orientierung, welche Vorschriften und Gesundheitsvorsorgemaßnahmen für eine geplante Reise nach Myanmar (Burma / Birma) zu beachten sind.

Klima
Tropisches Monsunklima mit sommerlicher Regenzeit von Mitte Mai bis Mitte Oktober und kühlerer Trockenperiode von Dezember bis März; kurze heiße Zwischenzeiten; durchschn. Jahrestemp. in Rangun 27,5° C, durchschn. April-Temp. 30,5° C, Januar-Temp. 25° C.

Einreise- und Impfvorschriften
Bei Direktflug aus Europa: keine Impfungen vorgeschrieben
Bei einem vorherigen Zwischenaufenthalt (innerhalb der letzten 6 Tage vor Einreise) in einem der aufgeführten Länder (Gelbfieber-Endemiegebiete) wird bei Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt.

 

Gelbfieber-Impfbescheinigung erforderlich bei Einreise aus:
Angola · Äquatorialguinea · Äthiopien · Benin · Bolivien · Brasilien · Burkina Faso · Burundi · Ecuador · Elfenbeinküste · Franz. Guayana · Gabun · Gambia · Ghana · Guinea · Guinea-Bissau · Guyana · Kamerun · Kenia · Kolumbien · Kongo, Rep. · Kongo, Dem. Rep. · Liberia · Mali · Niger · Nigeria · Panama · Peru · Ruanda · Sambia · SaoTom & Principe · Senegal · Sierra Leone · Somalia · Sudan · Suriname · Tanzania · Togo · Tschad · Uganda · Venezuela · Zentralafrikan. Republik·

Empfohlener Impfschutz
Generell: Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A, Polio

Je nach Reisestil und Aufenthaltsbedingungen im Lande außerdem zu erwägen

Impfschutz

Bedingung 1

Bedingung 2

Bedingung 3

Typhus

x

x


Hepatits B ( b )

x



Tollwut ( c )

x



Jap. Enzephalitis ( d )

x



(b) bei Langzeitaufenthalten und engerem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung

(c) bei vorhersehbarem Umgang mit Tieren

(d) bei besonderen Aufenthaltsbedingungen in bestimmten ländlichen Gebieten. Impfstoff in Deutschland nicht zugelassen. Beschaffung über Apotheken mit entsprechenden Erfahrungen.

Bedingung 1:
Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- oder Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimische Bevölkerung wahrscheinlich.

Bedingung 2:
Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)

Bedingung 3:
Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)

Wichtiger Hinweis: Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden. Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen.

Malaria
Risiko:

- ganzjährig im Karenstaat (Grenzgebiet zu Thailand);
- März - Dezember in Mon und Tenasserim (Halbinsel), einzelne Herde in Yangon (Umgebung von Rangoon), in Chin, Kachin, Kayah, Rakhine, Shan und Pegu;
- Mai - Dezember in Irrawaddy (S) und Mandalay (Centr.);
- Juni - November in Teilen von Magwe und Sagaing (NW)
- hohes Risiko im O (Karen-Staat), extrem hoch mit Multiresistenzen im Grenzgebiet zu Thailand;
- mittleres Risiko (höher in der Regenzeit, geringer in der Trockenzeit) in ländlichen Gebieten unterhalb 1.000 m der o.g. Staaten bzw. Regionen mit den Touristenorten Pindaya Caves und Inle Lake;
- geringes Risiko in den übrigen Landesteilen, auch am Strand von Sandoway (Ngapali) und in Bagan am Irrawaddy während der Trockenzeit
- Höhenlagen sowie die Stadtgebiete von Yangon, Mandalay, Lashio und Moulmein gelten als malariafrei

Vorbeugung:

Ein konsequenter Mückenschutz in den Abend- und Nachtstunden verringert das Malariarisiko erheblich (Expositionsprophylaxe).

Die wichtigsten Maßnahmen sind:
- In der Dämmerung und nachts Aufenthalt in mückengeschützten Räumen (Räume mit Aircondition, Mücken fliegen nicht vom Warmen ins Kalte)
- Beim Aufenthalt im Freien in Malariagebieten abends und nachts weitgehend körperbedeckende Kleidung (lange Ärmel, lange Hosen).
- Anwendung von insektenabwehrenden Mitteln an unbedeckten Hautstellen (Wade, Handgelenke, Nacken). Wirkungsdauer ca. 2-4 Std.Im Wohnbereich Anwendung von insektenabtötenden Mitteln in Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen.
- Schlafen unter dem Moskitonetz (vor allem in Hochrisikogebieten)

Ergänzend ist die Einnahme von Anti-Malaria-Medikamenten (Chemoprophylaxe) dringend zu empfehlen. Zu Art und Dauer der Chemoprophylaxe fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bzw. informieren Sie sich in einer qualifizierten reisemedizinischen Beratungsstelle. Malariamittel sind verschreibungspflichtig.

Ratschläge und Reiseapotheke
Vergessen Sie nicht, eine kleinere oder größere Reiseapotheke mitzunehmen (wenigstens Medikamente gegen Durchfall, Fieber und Schmerzen sowie Verbandstoff, Pflaster und Wunddesinfektion), damit Sie für kleinere Notfälle gerüstet sind.

Nicht vergessen: Medikamente, die der Reisende ständig einnehmen muss!

Wenn Sie spezielle Fragen zur Reiseapotheke haben, wenden Sie sich am besten an eine Apotheke mit reisemedizinisch qualifizierten Mitarbeitern (s.u.).

Botschaften
Für Deutschland zuständige Vertretung:

Botschaft:
Zimmerstr. 56,
10117 Berlin
Tel.: 030 - 206 15 710
Fax: 030 - 206 49 757

Deutsche Vertretung:
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
32 Nat Mauk Street,
Rangoon (Yangon)
Tel.: 0095 1 - 54 89 51-53
Fax: 0095 1 - 54 88 99
(Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland)

Versicherungsschutz
Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen. Die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport in die BRD können nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden, da diese Kosten von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht erstattet werden.
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